Prolaktinom

Informations-Video mit Prof. Dr. med. Herrmann

Prof. Dr. med. B. L. Herrmann ist Endokrinologe aus Bochum und Experte für Hypophysenerkrankungen. Im Video informiert er über „Prolaktinom“.

Text im Video

Das Prolaktinom ist in über 99 % eine gutartige Erkrankung der Hirnanhangsdrüse. Beim Prolaktinom wird das Hormon Prolaktin aus dem Knoten der Hirnanhangsdrüse ins Blut ausgeschüttet. Diese vermehrte Konzentration an Prolaktin führt dazu, dass bei der Frau zum Beispiel die Regel und der Eisprung ausbleiben können oder auch ein Milchausfluss der Brustdrüse entsteht.

Bei dem Mann macht sich das Prolaktinom durch eine nachlassende Libido als auch durch einen Testosteron-Mangel bemerkbar, der bis zu einer Unfruchtbarkeit (Infertilität) führen kann.

Der Prolaktin-Spiegel kann im Blut sehr einfach und schnell bestimmt werden. Er solle grundsätzlich bei den Symptomen, die gerade genannt worden sind, angefordert werden. Das Prolaktinom wird durch eine Kernspin- bzw. MRT-Untersuchung des Schädels bzw. der Hirnanhangsdrüse diagnostiziert. Die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) ist so groß wie unsere Fingerkuppe und besteht aus dem Vorder- und Hinterlappen. Aus diesem Vorderlappen kann sich dann ein kleines gutartiges Geschwür entwickeln. Wenn es 1 cm Makroprolaktinome. Große Makroprolaktinome können auch den Sehnerv tangieren, durch die Sehstörungen entstehen können. Darüber hinaus kann ein großes Prolaktinom auch Kopfschmerzen entwickeln.

Behandelt wird das Prolaktinom, ob großes oder kleines Prolaktinom, primär durch eine Tabletten-Therapie mit sogenannten Dopamin-Antagonisten (Bromocriptin, Cabergolin, Quinagolid), die einmal täglich vor dem Schlafen gehen oder auch seit einigen Jahren durch eine andere Formulation einmal in der Woche gegeben werden können. Hierbei wird der Prolaktin-Spiegel gesenkt. Die Hormonkonzentrationen beim Mann als auch der Frau werden wieder normalisiert. Erstaunlicherweise kann auch die Tabletten-Therapie mit Dopamin-Antagonisten große Prolaktinome wieder verkleinern. Selten ist es eine Hypophysen-Operation notwendig, wenn zum Beispiel die Tabletten nicht vertragen werden oder die Tablette nicht auf eine Größenabnahme ansprechen können. Ganz selten muss ein Prolaktinom heute bestrahlt werden. Das Prolaktinom ist eine Erkrankung, die die Mitbehandlung von Gynäkologen, Neurochirurgen als auch Endokrinologen betrifft. Eine gute Zusammenarbeit aller dieser Fachgruppen ist hierfür erforderlich.

Weitere Informationen zu Prolaktinom:

 

 

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