Morbus Cushing

Als Morbus Cushing bezeichnet man einen in über 95 % der Fälle gutartiges Hypophysenadenom, welches das Hormon ACTH produziert, welches in der Nebennierenrinde anschließend die Cortisolproduktion steigert. Durch diese Cortisolproduktion kommt es zu einem typischen klinischen Bild, wie nach einer mehrmonatigen hochdosierten Cortisoneinnahme. Hierzu zählen das Vollmondgesicht, die Stamm-betonte Fettsucht, die Muskelschwäche, die Entstehung eines Diabetes mellitus (Blutzuckerkrankheit), einem Bluthochdruck, einem Haarausfall, eine Aknebildung, die Entwicklung einer Osteoporose als auch häufig zu psychischen Veränderungen.

Eine MRT-Untersuchung (Kernspintomographie) der Hirnanhangsdrüsenregion zeigt, ob es sich um einen Mikroadenom (< 10 mm) oder um ein Makroadenom (> 10 mm Durchmesser) handelt. In aller Regel wird die operative Entfernung des Adenoms angestrebt. Bei dieser sogenannten (transsphenoidalen Operation) wird durch die Nase mit einer mikrochirurgische Technik die Hirnanhangsdrüsenregion erreicht. Sehr erfahrene Zentren können hier selektiv das Adenom ausfindig machen und dies entfernen.

Morbus Cushing – weitere Therapiemöglichkeit

Eine weitere Therapiemöglichkeit besteht derzeit durch die Gabe von Pasireotide, welches auch die Hormonausschüttung hemmen kann. Darüber hinaus kann auch hier eine Bestrahlung in Erwägung gezogen werden, wenn eine Operation oder eine medikamentöse Therapie nicht zum bisherigen Erfolg geführt hat.

Nach der Operation oder bei guter medikamentöser Einstellung oder Wirkung der Bestrahlung sind die Symptome (siehe oben) deutlich rückläufig. Es braucht aber häufig über ein halbes Jahr, bis der vorherige Gesundheitszustand wieder hergestellt werden kann.

 

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