Hypophysenadenom (Mikro/Makro)

Ein Hypophysenadenom ist eine gutartige Neubildung im Bereich der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) hierbei handelt es sich in der Regel um langsam wachsende Knoten, die keine Hormone bilden (Hormon-inaktiv) oder Hormone produzieren können (Hormon-produzierend). Hypophysenadenome werden in Mikroadenome (< 10 mm Durchmesser) und Makroadenome (> 10 mm Durchmesser) eingeteilt. Zu den hormonaktiven Adenomen zählen die Akromegalie (Wachtumshormon-produzierend), das Morbus Cushing (ACTH-produzierend) als auch das Prolaktinom (Prolaktin-produzierend). TSH-produzierende Hormone Adenome (TSH`om) oder LH bzw. FSH-produzierende Adenome sind äußerst selten.

Makroadenome können durch ihr Wachstum den Gesichtsnerv (Chiasma opticum) berühren und somit zu Gesichtsfeldausfällen (Scheuklappen-Phänomen: bitemporale Hemianopsie) führen. Darüber hinaus können auch Einblutungen entstehen und die lebenswichtigen Hypophysenfunktionen beeinträchtigen als auch Krampfanfälle ausgelöst werden.

Bis auf das Prolaktinom werden die anderen Hypophysenadenome je nach Größe und Hormonproduktion in der Regel operativ entfernt (transsphenoidale Hypophysenoperation). Es stehen aber auch hier die Möglichkeiten einer Bestrahlung (stereotaktische Bestrahlung) oder neue Medikamente zur Verfügung, die auch den Wachstumsprozess oder Hormonausschüttung hemmen können (Octreotid, Pegvisomant, Lanreotid).

 

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