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Bluthochdruck

Der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) stellt eine der Hauptrisiken für Herzinfarkt und Schlaganfall dar. Die häufig zu späte Therapie entsteht insbesondere dadurch, dass der Bluthochdruck häufig keine oder nur sehr unspezifische Symptome mit sich bringt. Eine einmalige Blutdruckmessung mit einer Oberarmmanschette kann hier eine erste Orientierung geben. Besser ist eine mehrmalige Blutdruckmessung oder eine 24-stündige Blutdrucklangzeitmessung. Der ideale Blutdruckwert liegt bei 120/80 mmHg. Werte >130/85 mmHg sind behandlungsbedürftig.

Primäre arterielle und sekundäre Hypertonie (Bluthochdruck)

Unterschieden wird eine primäre arterielle Hypertonie (essentielle Hypertonie), die 90 % der Blutdruckpatienten einschließt von einer sekundären Hypertonie. Die essentielle Hypertonie ist mit verschiedenen Faktoren wie eine Veranlagung, ein Übergewicht, Ernährungsfaktoren sowie Stress und Rauchen vergesellschaftet. Die genaue Ursache ist hier nicht bekannt.

Die sekundäre Hypertonie entsteht durch Nierenveränderungen (renale Hypertonie wie z. B. Gewebeveränderungen oder Nierenarterienstenosen) oder hormonellen Veränderungen wie das Phäochromozytom, das Cushing-Syndrom oder die Akromegalie.

Die arterielle Hypertonie wird primär mit Tabletten behandelt. Hier stehen je nach Typ, Konstitution des Patienten und Begleiterkrankungen verschiedene Medikamente wie Beta-Blocker, Diuretika, ACE-Hemmer, AT-II-Antagonisten oder Calcium-Antagonisten zur Verfügung. Um Nebenwirkungen der Therapie bei hohen Dosen zu verhindern, werden diese Wirkstoffe miteinander häufig kombiniert. Hierfür stehen auch Kombinationspräparate (eine Tablette mit 2-3 Wirkstoffen zur Verfügung).