Medikation des Typ-2-Diabetes mellitus (Neues vom DDG-Kongress 2017)

In den letzten Jahren konnten erfreulicherweise  verschiedene orale Antidiabetiker oder auch subkutan-injizierbare Medikamente (kein Insulin) zum Einsatz der Therapie  mit Typ-2 Diabetikern kommen. Somit gab es eine Reihe von Vergleichsstudien zwischen herkömmlichen Präparaten wie der Sulfonylharnstoffen wie Glimepirid, die gegenüber den DPP-IV-Hemmern wie Sitagliptin getestet wurden. Hierbei zeigte eine schwedische retospektive Analyse, dass DPP-IV-Hemmern den Sulfonylharnstoffen hinsichtlich einer  reduzierten Mortalität deutlich überlegen sind. SGLT-2-Hemmer können durch die EMPA-ERG-Studie ebenfalls die Mortalität und die Herzinsuffizienzrate senken. Zu erwähnen ist, dass diese Medikamentengruppe bei einer eingeschränkten Nierenfunktion mit einer GFR von <60 min./ml nicht gegeben werden sollte. Sulfonylharnstoffe haben zudem einen negativen Einfluss auf die Herzfunktion und auch damit verbundene Rhythmusstörungen. Zu erwähnen ist auch, dass hohe HbA1 c-Werte unter einer Sulfonylharnstoff-Therapie nicht vor Unterzuckerungen schützt. Negativ wirkt sich auch die Kombinations-Therapie mit einem Alpha-1-Blocker mit HCT aus. ACE-Hemmer und Kalium-sparende Diuretika sollten ebenfalls nicht zusammen gegeben werden. Neues ergibt sich aus der Indikation  von Metformin. Hier kann bis zu einer GFR von 30 ml/min. bei reduzierter Dosis zum Einsatz kommen.

 

 

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