Allgemein
Akromegalie Therapie Behandlung
Therapie
Die Therapie fußt auf 3 verschiedenen Optionen.
o Medikamente
o Operation
o Bestrahlung
Primäres Ziel der Akromegalie ist operative Entfernung des Mikro- oder Makroadenoms. Bei initial auch nicht komplett zu entfernenden Makroadenomen kann hier auch eine Teilresektion (Debulking) durchgeführt werden, um den Wachstumshormonexzess zu reduzieren. Die Operation erfolgt durch einen Zugang durch ein Nasenloch oder auch unterhalb der Lippe. In seltenen Fällen muss seitlich der Stirn der Zugang gewählt werden. Neuere Therapieverfahren mit einer kernspintomographischen Kontrolle während der Operation als auch durch eine Wachstumshormonbestimmung während der Operation haben zu einer deutlichen Besserung der Operationsergebnisse geführt. Beim Makroadenom sind gelegentlich mehrere Operationen erforderlich bzw. möglich.
Ob eine vor der Operation zu injizierende medikamentöse Therapie sinnvoll ist, ist derzeit Gegenstand der Diskussion. Hier stehen Medikamente wie Dopaminagonisten (Bromocriptin oder Cabergolin) zur Verfügung. Somatostatinanaloga wie Octreotid (Sandostatin) oder Landreotid (Somatuline) sind hier seit Jahren potente Mittel, die die Wachstumshormonausschüttung hemmen und somit auch den IGF1-Spiegel. Zudem können sie den Tumor verkleinern. Das derzeit wirksamste Medikament ist der Wachstumshormonrezeptor-Antagonist Pegvisomant (Somavert). Dieser muss täglich injiziert werden und kann nach Studienlage in 98% den hierfür relevanten IGF1-Spiegel normalisieren. Es schaltet zudem die Wirkung des Wachstumshormons aus. Die Somatostatinanaloga sind als Depotpräparat verfügbar und können alle 4-12 Wochen injiziert werden (wahlweise intramuskulär oder subkutan).
Als weitere Therapieoption ist eine gezielte Bestrahlung (stereotaktische Bestrahlung) der Hirnanhangsdrüse möglich. Diese ist auf kleine Resttumore beschränkt. Die Wirkung tritt hier nicht sofort ein. Zudem können gesunde Hirnanhangsdrüsenfunktionen in Mitleidenschaft gezogen werden. Computertomographisch bzw. kernspintomographisch ausgemessene Regionen haben hier die gezielte Projektion auf den Resttumor in den letzten Jahren deutlich gebessert.
Akromegalie Diagnose Diagnostik Laboruntersuchungen
Diagnose
Von Beginn des Tumorwachstums bis zur Diagnosefindung liegen häufig mehrere Jahre, da die Krankheit sehr schleichend verläuft. Die äußerlichen sichtbaren klinischen Symptome entstehen sehr langsam. Diagnostiziert wird die Akromegalie durch einen erhöhten Wachstumshormonspiegel (GH: growth hormone) in Verbindung mit einem erhöhten altersentsprechenden IGF-1 (insulin-like-growth-factor-1-Wert).
In der Folge wird ein Zuckerbelastungstest (oGTT bzw. HGH-Supressionstest) durchgeführt, wobei im Falle einer Akromegalie das Wachstumshormon nicht abfällt. Hierdurch wird die Akromegalie hormonanalytisch im Blut gesichert.
Anschließend sollte sich eine kernspintomographische Untersuchung der Hypophysenregion anschließen. Es ist bei dieser Untersuchung auf die möglichst enge Schichtführung zu achten, da ansonsten kleine Mikroadenome der Diagnostik entgehen können. Die Auswertung sollte von erfahrenen Neuroendokrinologen, Neurochirurgen oder Endokrinologen erfolgen
Akromegalie Symptome
Symptome
Die klinischen Symptome der Akromegalie sind charakteristisch. Meistens tritt die Akromegalie im Alter zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auf. In seltenen Fällen kann die Akromegalie auch während der pubertären Wachstumsperiode entstehen, so dass hieraus ein Gigantismus erfolgt. Dies führt zu den häufig bekannten Giganten bzw. längsten Menschen über 220 cm bzw. 250 cm Körperlänge. Zu den typischen Symptomen der Akromegalie zählen die Vergrößerung der Hände und der Füße (Akren).
Darüber hinaus fällt eine Vergröberung der Gesichtszüge durch Hautfälterung als auch durch ein hervorstehenden Kinn und wulstige Lippen als auch eine knollige Nase auf. Die knöcherne Umrandung der Augen (Orbitae) ist ebenfalls prominent. Weiterhin zeigt sich eine deutlich erhöhte Schweißneigung (Hyperhidrosis). Durch eine Weichteilschwellung entstehen Nervenstörungen wie das typische Karpaltunnelsyndrom, welches zu Kribbelerscheinungen der Finger führen kann.
Bei Frauen kann durch die Störung der Hirnanhangsdrüsenfunktion die Regel ausbleiben, bei Männern entsteht ein Testosteronmangel. Es zeigen sich zudem bei Makroadenomen (große Adenome >10 mm) Kopfschmerzen als auch Krampfanfälle. Es entstehen durch die knöchernen Veränderungen und die Knorpelveränderungen Gelenkbeschwerden. Weiterhin kann ein Diabetes mellitus als auch eine häufig zu beobachtende Hypertonie (Bluthochdruck) auftreten. Bei Frauen kann eine vermehrte Behaarung (Hirsutismus) auftreten. Durch die Kompression des Sehnerves (Chiasma opticum) entstehen Gesichtsfelddefekte.
In neuerer Zeit fallen Akromegale durch ein vergrößertes Zungenvolumen und eine damit einhergehende Schnarchneigung mit einem häufig auftretenden Schlafapnoe-Syndrom auf. Weiterhin kann bei Frauen und sehr selten bei Männern ein Milchfluss aus den Brustdrüsen entstehen. Eine weitere größere systemische Veränderung ist eine Herzbeteiligung mit Vergrößerung des Herzmuskels und damit einhergehenden Herzrhythmusstörungen. Eine Verkalkung der Herzkrankgefäße wurde ebenfalls beschreiben. Darüber hinaus sind Klappenveränderungen ebenfalls beschreiben worden.
Da die Krebsrate bei Akromegalen durch das erhöhte Wachstumshormon und IGF1 erhöht ist, ist hier besonders auf Schilddrüsenkarzinome, Dickdarmkarzinome, Prostatakarzinome und Mammakarzinome zu achten. Weiterhin sind Kiefer- und Zahnveränderungen beschrieben worden. Akromegale verlieren durch das fortschreitende Kieferwachstum häufiger Zähne.
Durch eine adäquate Therapie (siehe unten) kann zum einen der Tumor verkleinert werden als auch durch die Hemmung der Wachstumshormonausschüttung und damit Erniedrigung des GH und IGF1 auch die Komplikationen bzw. systemischen Folgeerkrankungen deutlich reduziert werden. Der Herzmuskel verkleinert sich, das Schlafapnoe-Syndrom bessert sich, die Hypertonie und der Diabetes mellitus bessern sich. Die Gefahr einer Malignomentstehung wird durch eine suffiziente Therapie ebenfalls gemindert. Die Weichteilschwellung ist rückläufig, so dass Ringe als auch Schuhe und Handschuhe besser passen. Vormals geschädigte Hypophysenfunktionen können sich wieder normalisieren.
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Akromegalie
Akromegalie
Als Akromegalie (altgriechisch “äußerst”, megas “groß”) wird eine ausgeprägte Vergrößerung der Körperendglieder oder vorspringenden Teile des Körpers (Akren) bezeichnet. Hierzu zählen, besonders auffällig, Hände, Füße, Kinn und Unterkiefer, Ohren, Nase und Augenbrauenwülste.
Ursache ist in fast allen Fällen ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse (Adenom der Hypophyse), der eine erhöhte Ausschüttung des Wachstumshormons mit den genannten Folgen bewirkt. Wenn die Akromegalie in der Wachstumsperiode auftritt, kann ein so genannter Riesenwuchs entstehen.
Ursache einer Akromegalie ist in über 98% ein Wachstumshormon-produzierender Tumor (Adenom) des Hypophysenvorderlappens. Man unterscheidet Mikroadenome (< 10 mm) von Makroadenomen (>10 mm). Letztere können durch ihr ausdehnendes (expansives) Wachstum die Funktion der Hirnanhangsdrüse beeinträchtigen (partielle Hypophyseninsuffizienz) als auch zu Gesichtsfeldsausfällen führen. Diese kommen durch eine Kompression des Sehnervs (Chiasma opticum) zustande. Weitere lokale Folgen durch den Tumor sind Kopfschmerzen oder auch Krampfanfälle.
Neben diesen lokalen Erscheinungen sind durch die Ausschüttung hoher Konzentration von Wachstumshormonen (GH: growth hormone) und dem damit verbundenen IGF-1 Spiegel (insulin-like-factor) systemische Veränderungen im Körper zuerkennen (siehe klinische Symptome). Zu den seltenen Ursachen einer Akromegalie gehören Wachstumshormon-bildende Tumore bei Krebsarten (Malignom) wie z.B. Bronchialkarzinome oder auch in sehr, sehr seltenen Fällen von Lymphomen. Darüber hinaus wurden GHRH-bildende Tumore beschrieben. Weitere sehr seltene Ursachen sind eine Mehrdrüsenerkrankung (multiple endokrine Neoplasie) Typ 1, die neben einem Hypophysentumor (z.B. Akromegalie) auch eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen als auch Tumore der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) hervorrufen können. Eine genetische Untersuchung ist im letzteren Fall erforderlich.
Diagnose durch gezielte Blutuntersuchungen
Jeder kennt die Situation des Blutabnehmens im Rahmen eines Arztbesuches bei einer Vorsorgeuntersuchung oder auch vor einer Operation. Dabei handelt es sich bei einer Blutabnahme keineswegs um routinemäßig bestimmte Parameter. Vielmehr können im Blut vielfältige Mangelerscheinungen, Überproduktionen als auch Fehlfunktionen von Organsystemen und Stoffwechselvorgängen genau analysiert werden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, Medikamentenspiegel zu analysieren.
Blutuntersuchungen können Aufschluss über die Blutzellen (Blutplättchen, rote Blutkörperchen und weiße Blutkörperchen) sowie über die Salzkonzentrationen und Leberfunktionen geben. Bei Infektionen werden sog. Mediatoren im Blut durch weiße Blutkörperchen freigesetzt, die Hinweise über die Art und Stärke eines Infektes geben können. Diese Art der Untersuchungen stellen im Allgemeinen häufig und routinemäßig durchgeführte Analysemethoden dar. Im Blut lassen sich aber weitaus mehr und in den letzten Jahren auch immer differenzierter kompliziertere Erkrankungen klarer erkennen. So können bei Stoffwechselproblemen oder hormonellen Mangelerscheinungen wie z.B. die häufig diagnostizierte Schilddrüsenunterfunktion, durch die Bestimmung der Schilddrüsenparameter als auch durch deren Schilddrüsenautoantikörper genauer erkannt werden. Weiterhin können im Blut Unterfunktionen der Hirnanhangsdrüse als auch Hormonmangelzustände der Nebenniere als auch der Geschlechtsdrüsen (Hoden und Eierstöcke) genauer analysiert werden. Auch eine zunehmende Müdigkeit, Antriebsarmut und Leistungsschwäche kann neben den klassischen internistischen Untersuchungen zusätzlich im Blut genauer diagnostiziert werden. So lässt sich im Blut ein Eisenmangel, eine Schilddrüsenunterfunktion, eine rheumatologische Erkrankung oder eine Autoimmunerkrankung genau unterscheiden. Bei Herzbeschwerden können neben einem EKG und einer Ultraschalluntersuchung auch die Bestimmung von gezielten Blutparametern eine Minderdurchblutung des Herzens als auch ein Herzinfarkt oder eine Herzschwäche genauer erkannt werden. Bei einem Untergang des Herzmuskelgewebes im Rahmen eines Herzinfarktes werden Marker in das Blut ausgeschwemmt, die sich binnen Stunden im Blut analysieren lassen. Seit wenigen Jahren besteht die Möglichkeit die Herzfunktion auch im Blut genauer zu bestimmen. Auch stellt die Blutuntersuchung durch die Bestimmung der D-Dimere einen wichtigen Baustein zur Diagnosesicherung einer Thrombose dar. Bei Krebspatienten nach Einleitung einer Therapie durch eine Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie können zudem Tumormarker Aufschluss über das Ansprechen der Therapie geben. Die unterschiedlichen Tumormarker geben zudem Hinweise auf den Ursprungsort einer Krebserkrankung.
Hinsichtlich des Knochenstoffwechsels ist die Bestimmung des Vitamin D-Spiegels und die Analyse weiterer Knochenstoffwechselparameter wichtig zur Unterscheidung eines möglicherweise verminderten Knochenaufbaus oder eines beschleunigten Knochenabbaus. In beiden Fällen kommt es zu einer Abnahme der Knochendichte. Somit kann durch eine Blutuntersuchung die Ursache einer Osteoporose genauer analysiert werden. Bei bakteriellen oder Viruserkrankungen ergeben sich durch eine Blutuntersuchung häufig Hinweise auf den Erreger und den akuten oder chronischen
Verlauf der Erkrankung. Bei Gelenkbeschwerden können rheumatologische oder andere autoimmunologische Erkrankungen zugrunde liegen. In diesem Fall empfiehlt sich ebenfalls eine Blutuntersuchung, die häufig Aufschluss über die Art der Erkrankung und die anschließende Therapie geben kann. Im Falle einer möglichen Allergie kann das Blut eine hilfreiche Untersuchungsmethode sein, die eine Allergie klar erkennen und im weiteren Verlauf zwischen einer möglichen Pollenallergie oder einer Nahrungsmittelallergie etc. genauer unterscheiden kann.
Kontakt: Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard L. Herrmann
Telefon: +49 234 978343-30
e-mail: info@endokrinologie-tzr.de
Internet: www.labor-tzr.de
www.endokrinologie-tzr.de
Haarausfall, Herzrasen, Schwitzen – Natürliche Hilfe gegen Hormonstörungen
Haarausfall, Herzrasen, Schwitzen
Natürliche Hilfe gegen Hormonstörungen
Pflanzenhormone
Einige Pflanzen bilden Stoffe, die den menschlichen Hormonen ähnlich sind. Die sogenannten Phytohormone werden daher oft bei Wechseljahrsbeschwerden verabreicht.
Isoflavone
Eine Untergruppe der Pflanzenhormone sind die Isoflavone. Hauptsächlich stecken sie in Sojaprodukten. Aber auch Rotklee hat viel davon. Bei nachlassender Östrogenproduktion kann es helfen, mehr Sojabohnen oder Tofu zu essen. Stärker wirken jedoch standardisierte Extrakte (z. B. „Dr. Böhm Isoflavon“, Apotheke).
Traubensilberkerze
Darin stecken keine Pflanzenhormone. Der Wurzelextrakt liefert aber andere Inhaltsstoffe, die positive Eigenschaften auf das Wohlbefinden in den Wechseljahren haben. Hitzewallungen oder Pflanzenstoffe sind oft eine Alternative zur
Hormontherapie. Auch Bewegung tut gut.
von Rebekka Mildenberger
Körperliches Unwohlsein oder Stimmungsschwankungen hat sicher jede Frau schon mal erlebt. Doch manchmal halten die Beschwerden an oder kehren regelmäßig wieder. In diesem Fall liegen selbst Ärzte mit ihrer Diagnose oft daneben und erkennen nicht, dass Hormonstörungen die Ursache sind. Dabei steuern Dutzende dieser körpereigenen Stoffe unseren Organismus. Und das komplexe System kann aus der Balance geraten. Privatdozent Dr. Burkhard Herrmann berät in seiner Praxis am Technologiezentrum Ruhr in Bochum täglich Frauen, die damit zu kämpfen haben. „Sind andere Ursachen ausgeschlossen und ist sichergestellt, dass es an den
Hormonen liegt, lassen sich viele Beschwerden gut behandeln“, so der Experte. Bei folgenden Symptomen kann sich daher der Gang zum Hormonspezialisten (Endokrinologen) oder zum spezialisierten Frauenarzt durchaus lohnen.
Vermehrter Haarausfall
Plötzlich ist die Bürste voller Haare. Ein Schock – vor allem für Frauen. Leider ist das Problem gar nicht so selten. Jede zehnte Frau ist bereits vor den Wechseljahren davon betroffen. Grund: „Oft reagieren die Haarwurzeln überempfindlich auf männliche Hormone, die Testosterone“, so der Spezialist. Mittel mit dem Wirkstoff Minoxidil können dagegen helfen. Tritt zum Haarausfall am Kopf eine vermehrte Körperbehaarung auf, liegt eher das PCO-Syndrom vor (Polyzystisches Ovarialsyndrom). Es hat zahlreiche Beschwerden im Schlepptau: Zyklus- und Hautprobleme, Übergewicht und das Ausbleiben der Periode. Ursache: Beim PCO-Syndrom werden zu viele männliche Hormone gebildet. „Es zu behandeln ist aber einfach“, sagt Dr. Herrmann. Die Anti-Babypille kann helfen oder ein Stoff, der eigentlich bei Diabetes verschrieben wird (Metformin). Was im Einzelfall
besser ist, muss der Arzt entscheiden.
Plötzliches Schwitzen
„Frauen um die 40 realisieren oft nicht, dass bereits
Anzeichen der Wechseljahre eintreten können, selbst, wenn die Regel noch wie gewohnt einsetzt“, sagt Dr. Herrmann. „Bei starken Schweißausbrüchen und Hitzewallungen steckt fast immer die nachlassende Produktion des weiblichen Sexualhormons Östrogen dahinter.“ Eine zeitlich begrenzte Hormontherapie kann Abhilfe schaffen.
Akne und Hautprobleme
„Es kann sein, dass die Haut überempfindlich auf die vorhandenen männlichen Hormone reagiert und sich dadurch schnell entzündet. „Hier kann die Anti-Baby-
Pille die Haut robuster gegenüber dem Testosteron machen“, so der Experte. „Sehr häufig ist Akne aber eines der Symptome des PCO-Syndroms.“
Gereiztheit oder Depressionen
Ein Problem, das viele Frauen haben, sind starke Stimmungsschwankungen vor der Regel – auch bekannt als Prämenstruelles Syndrom (PMS). „Bei ihnen fällt der Spiegel des Gelbkörperhormons Progesteron stark ab. Das löst die Stimmungstiefs aus. In manchen Fällen kommt es sogar zu depressiven Verstimmungen. „Betroffenen Frauen kann man in der zweiten Zyklusphase Gelbkörperhormone geben“, erklärt Dr. Herrmann. Auch eine pflanzliche Behandlung mit Mönchspfeffer- Tabletten hilft oftmals.
Starke Körperbehaarung
„Das ist ein typisches Symptom des PCO-Syndroms. Die Produktion der männlichen Hormone sollte überprüft werden“, rät Dr. Herrmann. Das Problem: Oftmals bleiben die störenden Haare, auch wenn sich der Hormon-Haushalt wieder eingependelt hat. „Betroffene sollten daher mit dem Hautarzt über die Möglichkeiten einer Laserbehandlung sprechen. Ansonsten empfehlen wir auch Enthaarungscremes
oder eine Epilation.“
Gestörte
Verdauung
Auch Blähungen und Verdauungsstörungen können etwas mit Hormonen zu tun haben. Wer unter PMS leidet, ist dafür anfällig. Gelbkörperhormone in der zweiten Zyklusphase bringen Linderung. Auch Fencheltee hilft.
Schlafstörungen und Herzrasen
Schlafstörungen sind typische Wechseljahrsbeschwerden. „Aber auch die
Schilddrüse kann Auslöser sein“, weiß der Experte. Das schmetterlingsförmige
Organ ist ein fleißiger Hormon- Produzent. Bei Frauen zwischen 45 und 55 Jahren kommt es oft zu Störungen, die zu einer Überfunktion führen: Herzrasen oder Schlafprobleme sind die Folge. „Eine Blutuntersuchung und Ultraschall schaffen Klarheit. Gegebenenfalls werden zur Linderung Schilddrüsenhormone verabreicht.“
Diagnose durch gezielte Blutuntersuchungen
Jeder kennt die Situation des Blutabnehmens im Rahmen eines Arztbesuches bei einer Vorsorgeuntersuchung oder auch vor einer Operation. Dabei handelt es sich bei einer Blutabnahme keineswegs um routinemäßig bestimmte Parameter. Vielmehr können im Blut vielfältige Mangelerscheinungen, Überproduktionen als auch Fehlfunktionen von Organsystemen und Stoffwechselvorgängen genau analysiert werden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, Medikamentenspiegel zu analysieren.
Blutuntersuchungen können Aufschluss über die Blutzellen (Blutplättchen, rote Blutkörperchen und weiße Blutkörperchen) sowie über die Salzkonzentrationen und Leberfunktionen geben. Bei Infektionen werden sog. Mediatoren im Blut durch weiße Blutkörperchen freigesetzt, die Hinweise über die Art und Stärke eines Infektes geben können. Diese Art der Untersuchungen stellen im Allgemeinen häufig und routinemäßig durchgeführte Analysemethoden dar. Im Blut lassen sich aber weitaus mehr und in den letzten Jahren auch immer differenzierter kompliziertere Erkrankungen klarer erkennen. So können bei Stoffwechselproblemen oder hormonellen Mangelerscheinungen wie z.B. die häufig diagnostizierte Schilddrüsenunterfunktion, durch die Bestimmung der Schilddrüsenparameter als auch durch deren Schilddrüsenautoantikörper genauer erkannt werden. Weiterhin können im Blut Unterfunktionen der Hirnanhangsdrüse als auch Hormonmangelzustände der Nebenniere als auch der Geschlechtsdrüsen (Hoden und Eierstöcke) genauer analysiert werden. Auch eine zunehmende Müdigkeit, Antriebsarmut und Leistungsschwäche kann neben den klassischen internistischen Untersuchungen zusätzlich im Blut genauer diagnostiziert werden. So lässt sich im Blut ein Eisenmangel, eine Schilddrüsenunterfunktion, eine rheumatologische Erkrankung oder eine Autoimmunerkrankung genau unterscheiden. Bei Herzbeschwerden können neben einem EKG und einer Ultraschalluntersuchung auch die Bestimmung von gezielten Blutparametern eine Minderdurchblutung des Herzens als auch ein Herzinfarkt oder eine Herzschwäche genauer erkannt werden. Bei einem Untergang des Herzmuskelgewebes im Rahmen eines Herzinfarktes werden Marker in das Blut ausgeschwemmt, die sich binnen Stunden im Blut analysieren lassen. Seit wenigen Jahren besteht die Möglichkeit die Herzfunktion auch im Blut genauer zu bestimmen. Auch stellt die Blutuntersuchung durch die Bestimmung der D-Dimere einen wichtigen Baustein zur Diagnosesicherung einer Thrombose dar. Bei Krebspatienten nach Einleitung einer Therapie durch eine Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie können zudem Tumormarker Aufschluss über das Ansprechen der Therapie geben. Die unterschiedlichen Tumormarker geben zudem Hinweise auf den Ursprungsort einer Krebserkrankung.
Hinsichtlich des Knochenstoffwechsels ist die Bestimmung des Vitamin D-Spiegels und die Analyse weiterer Knochenstoffwechselparameter wichtig zur Unterscheidung eines möglicherweise verminderten Knochenaufbaus oder eines beschleunigten Knochenabbaus. In beiden Fällen kommt es zu einer Abnahme der Knochendichte. Somit kann durch eine Blutuntersuchung die Ursache einer Osteoporose genauer analysiert werden. Bei bakteriellen oder Viruserkrankungen ergeben sich durch eine Blutuntersuchung häufig Hinweise auf den Erreger und den akuten oder chronischen
Verlauf der Erkrankung. Bei Gelenkbeschwerden können rheumatologische oder andere autoimmunologische Erkrankungen zugrunde liegen. In diesem Fall empfiehlt sich ebenfalls eine Blutuntersuchung, die häufig Aufschluss über die Art der Erkrankung und die anschließende Therapie geben kann. Im Falle einer möglichen Allergie kann das Blut eine hilfreiche Untersuchungsmethode sein, die eine Allergie klar erkennen und im weiteren Verlauf zwischen einer möglichen Pollenallergie oder einer Nahrungsmittelallergie etc. genauer unterscheiden kann.
Kontakt: Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard L. Herrmann
Telefon: +49 234 978343-30
e-mail: info@endokrinologie-tzr.de
Internet: www.labor-tzr.de
www.endokrinologie-tzr.de
Schwangerschaftsdiabetes Gestationsdiabetes
Schwangerschaftsdiabetes
Ein dauerhaft zu hoher Blutzucker, der erstmals während einer Schwangerschaft auftritt, wird als Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes bezeichnet. In der Regel verschwindet in diesen Fällen der Diabetes nach Beendigung der Schwangerschaft. Später kann sich allerdings ein Typ 1 oder (häufiger!) ein Typ 2 Diabetes entwickeln.
Diabetes Typ 2-Diabetologie Diabetologe
Typ 2 Diabetes
Der Typ 2 Diabetes ist mit über 90% aller Fälle die mit Abstand häufigste Diabetesform. Im Gegensatz um Typ 1 Diabetes liegen dem Blutzuckeranstieg hier andere Ursachen zugrunde:
Diabetes Typ 1- Diabetologie Diabetologe
Typ 1 Diabetes
Beim Diabetes mellitus werden grundsätzlich zwei Formen unterschieden: Der Typ 1 und der Typ 2 Diabetes. Der Typ 1 Diabetes (etwa 3-5% aller Diabetesfälle) entwickelt sich aufgrund einer Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen.
Die Folge ist von Anfang an ein „echter“ Mangel an Insulin, das sich die Betroffenen nun ständig von außen zuführen müssen.
Wachstumshormonstoerung – Zwergwuchs Minderwuchs Wachstumshormonmangel
Zwerg- oder Minderwuchs wird durch Wachstumshormonmangel ausgelöst. Meist arbeitet die Hirnanhangdrüse (medizinisch: Hypophyse) nicht richtig. Die Früherkennung ist durch zahlreiche Symptome – zum Beispiel rundes, puppenhaftes Gesicht, zu geringes Wachstum, u.a. – möglich. Diagnostiziert wird die Krankheit meist mit Hilfe einer Blutuntersuchung. Die Behandlung ist durch ein gentechnisch hergestelltes Wachstumshormon möglich, das gespritzt wird. Die Heilungschancen sind gut, die Behandelten bleiben aber kleiner als der Durchschnitt.
Beim Zwerg- oder Minderwuchs produziert die Hirnanhangdrüse (medizinisch: Hypophyse) zu wenig Wachstumshormon (medizinisch: Somatotropin), wodurch der Körper ungewöhnlich langsam wächst.
Das Wachstumshormon steuert aber nicht nur das Wachstum von Muskeln und Knochen, es hilft auch bei der Regulierung des Stoffwechsels. Es aktiviert eine Reihe von Wachstumsfaktoren, der wichtigste ist Somatomedin C (medizinisch: insulin-like growth factor I
= IGF-I). Das Wachstumshormon wirkt darüber hinaus bei der Aufnahme und Verarbeitung von Zucker, beim Knochenstoffwechsel und beim Fettstoffwechsel mit. In einer Fastenzeit hilft das Wachstumshormon dem Körper, sich an den Nahrungsmangel anzupassen und hält gemeinsam mit Kortisol den Blutzuckerspiegel im Gehirn aufrecht. Außerdem wird Fett als “alternativer Treibstoff” für die Zellen mobilisiert.
Wachstumshormonmangel kann bei Erwachsenen und Kindern auftreten, verursacht aber unterschiedliche Symptome. Verschiedene Alterserscheinungen wie das Abschlaffen des Muskel- und Bindegewebes, vermehrte hartnäckige Körperfülle und die Faltenbildung hängen mit einem natürlichen Rückgang der Wachstumshormone im Alter zusammen.
Von Wachstumshormonmangel aus ungeklärter Ursache ist etwa einer von 4000 betroffen. Unter den Kindern leiden darunter fast dreimal so viele Knaben wie Mädchen. Unbehandelt bleiben diese Kinder meist kleiner als 1,40 Meter.
Ursachen
Hervorgerufen wird die verminderte Produktion des Wachstumshormons durch eine Funktionsstörung der Hirnanhangdrüse (medizinisch: Hypophyse). Eine Unterfunktion nennt man Hypophysenvorderlappen-Insuffizienz (medizinisch: Hypopituitarismus). Sie kann durch einen gutartigen Tumor (medizinisch: Kraniopharyngeom), eine Verletzung oder eine Infektion des Gehirns ausgelöst werden. Manchmal lässt sich die genaue Ursache nicht feststellen, dann spricht man von idiopathischer Hypophysenvorderlappen-Insuffizienz. Wachstumshormonmangel kann angeboren sein, ist aber nur in seltenen Fällen erblich bedingt. Auch seelische und körperliche Belastung (Stress) und die Nahrungsaufnahme bestimmen mit, ob, wann und wieviel Wachstumshormon ins Blut abgegeben wird.
Durch eine schwierige Geburt – besonders bei Beckenendlagen – steigt das Erkrankungsrisiko. Die Aktivität der Hypophyse kann auch durch längere Zeiten des Hungerns – etwa bei Magersucht – beeinträchtigt werden. Eine Behandlung schwerer Krankheiten mit Zytostatika oder eine Bestrahlung des Kopfbereiches kann ebenfalls einen Wachstumshormonmangel auslösen.
Leberkrankheiten können indirekt über verminderte Somatomedin C-Bildung an Wachstumshormonmangel ebenso mitbeteiligt sein, wie Antikörper gegen das Wachstumshormon im Körper. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion oder Nebennierenunterfunktion ist der Wachstumshormonspiegel generell niedrig.
Bei Erwachsenen kann auch häufig die operative Entfernung eines Tumors und die Zerstörung der Hypophyse zu einer Insuffizienz mit Wachstumshormonmangel führen. Ursachen des Wachstumshormonmangels bei Erwachsenen kann auch in selteneren Fällen das Sheehan Syndrom sein. Nach der Geburt eines Kindes kommt es in diesem Fall bei der Mutter zu einer Minderdurchblutung der Hypophyse und danach zum Zelluntergang. Weitere Ursachen können Metastasen, Granulome und Entzündungen sein. Auch Autoimmunprozesse spielen eine Rolle. Hierbei werden Antikörper gegen Hyophysenzellen gebildet, die dadurch zerstört werden.
Früherkennung
Oft sind die betroffenen Neugeborenen und Kinder etwas dicklich, haben ein rundes, fast puppenhaftes Gesicht, einen großen Kopfumfang, eine geringe Muskelmasse und weniger Energie und Kraft als andere. Etwa ab dem zweiten Lebensjahr fällt auf, dass die Kinder mit Wachstumshormonmangel deutlich kleiner sind als andere Gleichaltrige. Die Beobachtung ihrer Entwicklung durch die Eltern ist daher ratsam.
Beschwerden
Bei Kindern verursacht der Wachstumshormonmangel verzögertes Wachstum, manchmal bis zum Zwergwuchs. Kinder mit angeborenem Wachstumshormonmangel leiden häufig kurz nach der Geburt an Unterzuckerung und Krämpfen.
Der Körper ist bei Wachstumshormonmangel zwar klein, weist allerdings normale Proportionen auf. Fehlfunktionen der Hypophyse vor der Pubertät führen außerdem zu gestörten Funktionen der Schilddrüse und Nebennieren und zu unterentwickelten Geschlechtsmerkmalen.
In der Hypophyse wird die Ausschüttung der organspezifischen stimulierenden Hormone reguliert. Die Nebenniere wird durch das Hormon ACTH (adrenocorticotropes Hormon), die Schilddrüse durch das TSH (thyroideastimulierendes Hormon) gesteuert. Wenn im Rahmen einer Hypophyseninsuffizienz generell auch ACTH und TSH vermindert sind oder nicht produziert werden, kommt es zu Mangelerscheinungen oder Unterentwicklungen. Die Pubertät setzt bei den Betroffenen meistens verspätet ein oder bleibt aus, die Entwicklung der Intelligenz ist nicht beeinträchtigt.
Der Großteil der Kinder mit kleinem Wuchs hat jedoch eine normal funktionierende Hypophyse. In diesen Fällen sind meist auch die Eltern verhältnismäßig klein oder der Wachstumsschub setzt später ein.
Tritt eine Unterfunktion der Hypophyse nach der Pubertät auf, kann das zu verminderter Libido, zu Impotenz und einer Hodenschrumpfung führen. Erwachsene mit einem Mangel am Wachstumshormon haben meist zuviel Fettgewebe und wenig Muskelkraft, leiden an Osteoporose (Knochenbrüchigkeit), Energiemangel und Mattigkeit.
Diagnose
Eine labormedizinische Untersuchung des Blutes ist zur Klärung des Verdachts auf eine Unterfunktion der Hirnanhangdrüse (medizinisch: Hypophyse) erforderlich. Eine mangelhafte Produktion des Wachstumshormons durch die Hypophyse ist nur schwer nachzuweisen, weil es dafür keine wirklich zuverlässigen Analysen gibt. Das Wachstumshormon wird schubweise produziert und mehrmals pro Tag freigesetzt, der Großteil davon während des Schlafes. Eine einzelne Blutprobe ist deshalb lediglich eine Momentaufnahme und lässt keine Rückschlüsse auf die Gesamtproduktion des Wachstumshormons zu.
Weniger veränderlich ist der Spiegel des Wachstumsfaktors IGF-I im Blut. Seine Bestimmung ist genauer, weil er sich nur langsam und in einem festen Verhältnis zu der Gesamtmenge des ausgeschütteten Wachstumshormons verändert. Im Blut gemessen werden können der Wachstumsfaktor IGF-I und der Eiweißkörper IGFBP-3, der den Wachstumsfaktor bindet. Sind sie in zu geringer Menge vorhanden, werden Wachstumshormon-Stimulationstests durchgeführt. Dabei werden verschiedene Substanzen verabreicht, die die Hypophyse dazu bringen sollen, Wachstumshormone in die Blutbahn abzugeben. Einen Mangel an Wachstumshormonen bei Erwachsenen weist man durch solche Stimulationstests der Hypophyse nach. Ein mangelnder Anstieg oder das Fehlen des Hormons nach der Stimulation gilt als Beweis des Hormonmangels.
Auch wenn künstlich – zum Beispiel durch Insulin – eine Abnahme des Blutzuckerspiegels und damit Unterzuckerung herbeigeführt wird, schüttet bei gesunden Menschen die Hypophyse Wachstumshormone aus, bei von Wachstumshormonmangel Betroffenen jedoch nicht. Diesen Unterschied macht man sich für die Diagnosestellung zunutze, deshalb kann auch dieser Test aufschlussreich sein.
Da verschiedene Menschen sehr unterschiedlich auf diese Stimulations-Tests reagieren, sollten zumindest zwei davon durchgeführt werden.
Bei Verdacht auf eine Wachstumsstörung bei Kindern kann der Entwicklungsstand der Knochen auch durch eine Röntgenuntersuchung der Hand bestimmt werden.
Tumore oder andere Strukturveränderungen in der oder rund um die Hypophyse werden mit einer Kernspintomografie oder Computertomografie des Kopfes festgestellt. Bei nachgewiesenem Wachstumshormonmangel müssen sie genauso durchgeführt werden, wie augenärztliche Untersuchungen.
Behandlung
Zur Behandlung eines Wachstumshormonmangels ist das synthetische, gentechnisch hergestellte Hormon, das täglich mit einer Spritze oder einem sogenannten “Pen” in das Unterhautfettgewebe gespritzt wird, das Mittel der Wahl. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Abend. Die Behandlung wird bei Kindern beendet, wenn die zu erwartende Körpergröße erreicht ist oder die Knochenlänge sich nicht mehr viel verändern kann. Wird das Wachstumshormon zu hoch dosiert, kann es zu einem verstärkten Wachstum der inneren Organe oder Knochen und zu Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) kommen. Diese Form der Zuckerkrankheit verschwindet nach Absetzen des Hormons allerdings wieder.
Für klein gewachsene Kinder mit normalem Wachstumshormonspiegel eignet sich die Hormontherapie nicht.
Bei Erwachsenen wird das Wachstumshormon täglich in die Haut injiziert. Wird das fehlende Wachstumshormon bei ihnen nicht ersetzt, hat das keine lebensgefährdende Wirkung, die Patienten haben aber zum Teil Beschwerden wie mangelnde Leistungsfähigkeit, wenig Muskulatur, Knochenstoffwechsel-Störungen mit einer Neigung zu Osteoporose, dünne Haut und Veränderung der Blutfette.
Bei Wachstumshormonmangel muss auch die geschlechtliche Entwicklung der Betroffenen fast immer mit Hormonen eingeleitet werden. Da diese Hormone die Wachstumsfugen der Knochen schließen, sollte das so spät wie möglich erfolgen, etwa um das 20. Lebensjahr.
Ist der Grund für eine Unterfunktion der Hypophyse ein Tumor, muss dieser behandelt werden. In manchen Fällen kann er operativ durch die Nase entfernt werden. Eine andere Methode zur Behandlung eines solchen Tumors ist die Strahlentherapie.
Heilungschancen
Durch die Behandlung mit dem Wachstumshormon holen Kinder im ersten Behandlungsjahr meist acht bis zwölf Zentimeter an Länge auf. Danach wachsen sie langsamer weiter. Erwachsene Menschen, die als Kinder unter Wachstumshormonmangel gelitten haben, sind meist nach wie vor kleiner als der Durchschnitt – Männer unter 1,68 Meter, Frauen unter 1,56 Meter.
Nachuntersuchungen
Bei der Behandlung mit dem Wachstumshormon sollten vierteljährlich Kontrolluntersuchungen mit Blutabnahmen durchgeführt werden. Darüber hinaus werden bei Kindern Größe, Gewicht und Kopfumfang gemessen und der Körper untersucht.
In Abständen von ein bis zwei Jahren müssen Röntgenaufnahmen der Hand mit einem Teil des Unterarms gemacht werden, um das Knochenwachstum bei Kindern beurteilen zu können.
