Prolaktinom

Das Prolaktinom ist ein Prolaktin-produzierendes Adenom, welches ist ein Mikroadenom (< 10 mm) oder in ein Makroadenom (> 10 mm Durchmesser) eingeteilt wird. Durch das Makroprolaktinom kann es zu einer Ausbreitung bis zum Sehnerven (Chiasma opticum) oder zu Kopfschmerzen als auch zur Neigung von Krampfanfällen führen. Darüber hinaus kann es weitere Funktionen der Hirnanhangsdrüse beeinträchtigen.

Durch die Prolaktin-Ausschüttung kann es zu einem Milchausfluss der Brüste (Galaktorrhoe) kommen. Über einen Mechanismus des Hypothalamus werden hier Hormone für den Zyklus gestört. So kann in Folge dessen die Menstruation ausbleiben. Es entsteht eine sogenannte sekundäre Amenorrhoe. Dieser Östrogen-Mangel kann über die Zeit ebenfalls zu einer Osteoporose führen. Beim Mann ist der Milchausfluss seltener. Hier steht durch die hormonellen Zusammenhänge des Hypothalamus eine verminderte Testosteronproduktion der Hoden im Vordergrund. Es entwickelt sich ein sogenanntes Testosteron-Defizit-Syndrom bzw. Testosteron-Mangel. Dieser äußert sich in einer Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Muskelschwäche, Libidoverlust und auch in der Entstehung einer Osteoporose.

Prolaktinom-Behandlung

Sowohl Mikro- als auch Makroprolaktinome werden zunächst mit Medikamenten (Dopaminagonisten: Bromocriptin, Cabergolin, Quinagolid) behandelt. Bereits innerhalb der ersten Tage kann es zu einem deutlichen Abfall des Prolaktin-Spiegels im Blut kommen. Bei Mikroprolaktinomen kann nach einigen Jahren ein Auslassversuch angestrebt werden. Bei Makroprolaktinomen muss dies häufig lebenslang erfolgen. Bei fehlender Ansprechbarkeit der Medikamente oder Medikamentenunverträglichkeit muss auch hier die Option einer Operation oder einer Bestrahlung in Erwägung gezogen werden.


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